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Alles, was ein Auto braucht…

Trabant, Trabi, Trabbi, Rennpappe: Abbildung auf Reisen mit Palme

Das alles besitzt ein Trabi

Trabant-Motor.
Trabant: Motor
In der Betriebsanleitung wird dieses kleine technische Wunderwerk sogar »Triebwerk« genannt. Der große Kasten ist der Tank, in diesem Fall mit nachgerüstetem Sensor für meine Tankanzeige.

Kein Motoröl, Ölfilter
Das Öl wird vielmehr dem Kraftstoff beigemischt. Vorteil: Kein Ölwechsel vonnöten. Nachteil: Bei kaltem Motor, gezogenem Choke und »großzügigem« Mischungsverhältnis kann man noch Minuten später an blauem Dunst und charakteristischem Geruch feststellen: »Hier war ein Trabi!«.

Keine Benzinpumpe
Der Tank sitzt im Motorraum oberhalb des Motors, somit erledigt das die Schwerkraft. Nachteil: Bei zu hohem Flüssigkeitsstand im Tank hält der Vergaser nicht mehr dicht, daher sollte man stets den Benzinhahn schließen.

Keine Ventile im Motor
Zweitakter sind ab Werk als Fünfventiler ausgelegt: Eins an jedem Reifen inkl. Ersatzrad.

Keine Nockenwelle, Zahnriemen
Was sollen die auch antreiben? Prima, wieder mal ein paar typische Verschleißteile eingespart, die mit Einbau ungefähr dasselbe kosten wie ein ganzer Trabi mit neuem TÜV.

Kein Kühlwasser, -Pumpe, -Kreislauf
Das Auto ist luftgekühlt. Die einzigen Wasservorräte an Bord sind (a) der für die Scheibenwaschanlage und (b) das Wasser, das man nach einer Fahrt durch die Waschanlage in den Lampengehäusen mit sich spazierenfährt.

Keinen Kühlergrill
Die Kühlergrillattrappe ist auf der Rückseite zu und verleiht dem Fahrzeug lediglich seine sportliche Note. Die einzige Öffnung befindet sich im Bereich der Hupe, um so gewährleisten zu können, das sie das Motorgeräusch übertönt.

Keine Unterbrecherkontakte
Die Rückmeldung aus dem Motor wird kontaktfrei (und daher verschleißfrei) über einen induktiven Abnehmer registriert und an die Zündelektronik übermittelt.

Keinen Zündverteiler
Die Zündung ist vollelektronisch, jede Zündkerze hat ihre eigene Zündspule. Die Abnahme der Impulse erfolgt induktiv (verschleißfrei).

Keinen Bremskraftverstärker
Der ist bei so einem leichten Auto unnötig; die Bremshydraulik wirkt so auch viel direkter und ohne jegliche Verzögerung.

Keine Bremsscheiben
Für Trommelbremsen braucht dafür zwar Bremsbacken und -Beläge, die aufgrund der geringen Fahrzeugmasse aber ziemlich lange halten. Übrigens: Vergleichstests in England ergaben, daß der Trabant auf seine Masse bezogen eines der besten Kfz-Bremssysteme überhaupt besitzt. Mit 60% des Richtwertes für einen technisch optimalen Zustand gilt ein Fahrzeug als verkehrssicher, der Trabant schnitt mit 120% des Idealwertes ab!

Keine Tankanzeige
Ein Meßstab und ein Benzinhahn mit Reservestellung geben Auskunft genug. Serienmäßig besitzt der Trabant allerdings eine LED-Anzeige, die über einen Sensor am Kraftstoffilter stets die aktuelle Kraftstoff-Flußmenge anzeigt. Diese Anzeige dimmt sich bei Nacht oder im Tunnel automatisch ab, um den Fahrer nicht zu blenden. Wohlgemerkt, serienmäßig!

Kein Schloß an der Beifahrertür
Es reicht ja, wenn der Fahrer eins hat. Vorteil: Beim Großteil aller durch kriminelle Aktivitäten beschädigten Kraftfahrzeuge wird von rechts eingebrochen, da man auf dem Gehweg unbeobachteter ist. Beim Trabi geht’s da schlechter.

Keine Knüppelschaltung
Der Trabant setzt auf Sicherheit: Der Schalthebel ist direkt rechts neben dem Lenkrad zu finden und macht somit nur eine minimale Abwesenheit der rechten Hand (die bei Rechtshändern reaktionsschneller ist als die linke) vom Lenkrad erforderlich.

Keine Aerodynamik
Idealer Schutz vor zu schneller (riskanter) Fahrweise: Ein ausgeklügeltes System von Luftstromhemmnissen am Fahrzeugäußeren hält das Gefährt stets auf einer angemessenen Geschwindigkeit.

Keinen übertriebenen Komfort
Ein großer Teil aller Verkehrsunfälle auf Autobahnen und Bundesstraßen wird durch starke Übermüdung und Schläfrigkeit verursacht oder gefördert. Das Interieur des Trabant setzt auf schlichte, sachliche Formen, Farben und Polsterung. Unterstützt von der fahrtbegleitenden Innenraumbeschallung wird somit ein »Einnicken« des Fahrers wirkungsvoll verhindert.

Keine Schraubenfedern
Durch den Einsatz moderner Blattfedertechnologie wird sichergestellt, daß dem Fahrer stets ein Gefühl für seine Geschwindigkeit und die Fahrbahnbeschaffenheit erhalten bleibt.

Kein Gebläse
Die klimatechnische Ausstattung des Trabant sieht durch innovative Pappröhrenkonstruktionen im vorderen Knautschbereich eine fahrtwindgeregelte Innenraumbelüftung vor, die bei Ausflugsfahrten oder beim Entspannen im Stau die Luftveränderung in der Umgebung auch im Innenraum erlebbar werden läßt.

Kein Rückfahrscheinwerfer serienmäßig
Wann wird es früh dunkel? Im Winter. Und da der Standard-Trabi keine Heckscheibenheizung besitzt, kann man hinten eh nix sehen.

Keine Nebelschlußleuchte serienmäßig
Man braucht nicht zusätzlich durch ein optisches Signal darauf aufmerksam gemacht zu werden, daß ein Trabant vorausfährt. Das geruchsintensive Fernwarnsystem des Fahrzeugs fordert automatisch einen angemessenen Abstand. Für den entgegenkommenden Verkehr ist durch das Motorgeräusch eine reichweitenintensive akustische Vorwarnung gegeben.